Geschichte
Die Geschichte der Onanie reicht viele tausende Jahre zurück. Der häufig verwendete Begriff Onanie stammt von der biblischen Gestalt des Onan. In der damaligen Zeit verfolgten die Menschen eine Vielzahl an ungewöhnlichen Bräuchen und Sitten. So war dies auch bei Onan der Fall, als dessen ältester Bruder plötzlich verstarb. Wie es die damalige Sitte verlangte, musste er mit der Witwe seines Bruders Geschlechtsverkehrs haben, um mit ihr Kinder zu machen. Jedoch wollte der junge Onan keine Kinder mit der Witwe seines Bruders zeugen, und überlegte sich einen Plan. Kurz vor dem Samenerguss zog er seinen erregten Penis aus der Vagina der Frau und ließ seinen Samen auf die Erde fallen. Tatsächlich hat er also gar keine Selbstbefriedigung betrieben.
Bis ins frühe 20. Jahrhundert galten Menschen, die Selbstbefriedigung betrieben, als geistig gestört. Vor allem die Kirche unternahm immer wieder Versuche, die Selbstbefriedigung verbieten sollten. Dies nahm teilweise extreme Formen an. So wurden im 18. Jahrhundert, beispielweise die Hände der Jugendlichen die Nacht über oberhalb der Bettdecke angebracht, um den Jugendlichen keine Möglichkeit zu geben, Selbstbefriedigung auszuüben. Ebenso wurden etliche Gerüchte unter den Menschen verbreitet, die das Onanieren mit Erkrankungen wie Blindheit oder Rückgratverkrümmungen in Verbindung brachten. Diese Zweifel wurde spätestens ausgeräumt, als Sigmund Freud sich intensiv mit der Selbstbefriedigung beschäftigte und feststellte, dass das Onanieren und Masturbieren für Jugendliche und Kinder durchaus förderlich sein kann.